Über uns

Nach der Diagnose „Hirntod“ (bzw. richtig: irreversibler Hirnfunktionsausfall) stellt sich unweigerlich die Frage: Organspende – Ja oder Nein? Was hätte die Patientin/ der Patient gewollt? Die Entscheidung muss in jedem Falle getroffen werden und trifft leider im Zweifelsfall unvermittelt die Angehörigen. Nur knapp über 30% der Bevölkerung hat seine persönliche Entscheidung auf einem Organspendeausweis dokumentiert. Das wollen wir ändern!

Leitbild
Die AG Aufklärung Organspende wurde 2014 von Studierenden in Berlin gegründet, hat mittlerweile 15 Lokalgruppen an medizinischen Fakultäten überall in Deutschland und ist eingegliedertes Projekt der Bundesvertretung der Medizinstudierenden Deutschlands (bvmd e.V.). Kernpunkt unserer Aufklärungsarbeit ist eine sachgerechte, unabhängige und neutrale Informationsvermittlung über den Themenkomplex Organspende und Hirntod. Wir wollen, dass sich mehr Menschen mit der Thematik auseinandersetzen, um dann als aufgeklärte Bürger eine Entscheidung, unabhängig ob für oder gegen eine Organspende, zu treffen und diese schriftlich auf einem Organspendeausweis festzuhalten.
Wir sind überzeugt, dass zu einer solch weitreichenden Entscheidung aber immer auch eine kritische Auseinandersetzung gehört. In der Hoffnung, unserer Verpflichtung als Studierende der Humanmedizin und verwandter Fächer gegenüber der Gesellschaft gerecht zu werden, leisten wir einen Beitrag zur Aufklärung über ein sensibles Thema unserer Zeit.

Unsere Arbeit
Zielgruppe sind vor allem Schülerinnen und Schüler, die bereits das gesetzliche Alter erreicht haben, eine Entscheidung pro/ contra Organspende treffen zu dürfen. Wir treten an Schulen mit den Jugendlichen über interaktive Seminare in Kontakt, vermitteln ihnen das notwendige Faktenwissen, schaffen Bewusstsein für die Bedeutung der Thematik, und setzen somit die Grundlage für eine Entscheidung. Dafür 
erläutern wir medizinische Zusammenhänge von Hirntoddiagnostik bis Organtransplantation und beleuchten rechtliche Fragestellungen. Oft ergibt sich daraus auch eine ethische Diskussion über Tod und Organspende. Uns ist dabei wichtig, keinerlei Druck auf die Schüler_innen auszuüben, und eng mit den Lehrkräften der Fächer Biologie, Ethik und Philosophie zu kooperieren.
Weitere Aspekte unserer Aufklärungsarbeit sind Vorträge zur Weiterbildung unserer selbst und Kommilitonen an den Universitäten, größere öffentlichkeitswirksame Aktionen auf Märkten und Veranstaltungen, das Drehen von Kurzfilmen, Projekttage an Schulen, Lehrerfortbildungen und Social Media-Kampagnen, insbesondere auf Facebook.
Wir sind immer auf der Suche nach interessierten Menschen, die sich bei uns einbringen wollen: für jede Lokalgruppe finden sich Ansprechpartner auf der jeweiligen Seite.

Kooperationen
Im Bereich Organspende gibt es bereits verschiedene Initiativen, mit denen wir nach Möglichkeit zusammenarbeiten. Dazu gehören die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die „Jungen Helden“ und einzelne regionale Unterstützer wie die jeweiligen Fachschaften der Fakultäten.
Unsere weiteren finanziellen und ideellen Förderer sind die Studienstiftung des deutschen Volkes und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie. Unsere AG ist Preisträger des Netzwerkpreises der Studienstiftung des deutschen Volkes (2015), des Alumni-Preises des Alumni-Clubs der Charité (2016) und im startsocial-Projektwettbewerb (2016).
Die genannten Förderer haben keinen Einfluss auf den Inhalt unserer Aufklärungsarbeit und es ergeben sich keine Abhängigkeitsverhältnisse.